Erfahren Sie mehr über Ihre individuelle Krebserkrankung

Zur Festlegung Ihrer optimalen Behandlung sollten Sie über möglichst viele relevante Informationen zu Ihrem Brustkrebstyp verfügen. Ihr pathologischer Befund, den Sie von Ihrem Arzt erhalten, ist die wichtigste Informationsquelle. Die im pathologischen Befund enthaltenen Informationen stammen aus Untersuchungen der Tumorprobe, die Ihnen während einer Biopsie oder Operation entnommen wurde. Um mehr über die wichtigsten Faktoren zu erfahren, die Ihre Behandlungsentscheidung beeinflussen können, klicken Sie bitte auf die untenstehenden Links.

Nichtinvasiver oder invasiver Brustkrebs

Breast Tumors 

Nichtinvasiver Brustkrebs wird auch als Carcinoma in situ bezeichnet. Das heißt, dass die Krebszellen auf einen Ort beschränkt sind und sich nicht in das Gewebe um die Milchgänge oder die Milchdrüsen (Lobuli) ausgebreitet haben.

  • Das duktale Carcinoma in situ (DCIS) ist auf die Milchgänge beschränkt. Es ist die häufigste Form von nichtinvasivem Brustkrebs.
  • Das lobuläre Carcinoma in situ (LCIS) ist auf die Milchdrüsen beschränkt. Anders als das DCIS gilt das LCIS nicht als Vorstufe einer bösartigen (malignen) Erkrankung, sondern als Marker, der Frauen mit erhöhtem Risiko für invasiven Brustkrebs identifiziert.

Bei invasiven Brustkrebsformen, auch als infiltrierender Brustkrebs bezeichnet, wachsen die Tumorzellen in das gesunde Gewebe hinein, das einen Milchgang oder eine Milchdrüse umgibt, und können sich auf andere Körperteile ausbreiten.

  • Das invasive duktale Karzinom (IDC) entsteht in einem Milchgang und bricht dann in das umgebende Gewebe durch.
  • Das invasive lobuläre Karzinom (ILC) entsteht in den Milchdrüsen und bricht in das umgebende Gewebe durch.

Grading und Staging des Brusttumors

Der Grad und das Stadium des Tumors sind zwei wichtige Merkmale Ihrer Brustkrebserkrankung. Sie sind in Ihrem pathologischen Befund aufgeführt und werden zur Behandlungsentscheidung herangezogen.

Das Brustkrebs-Grading ist ein Zahlenwert (Score), der angibt, inwieweit sich die Tumorzellen aus Ihrer Biopsieprobe in Aussehen und Wachstumsmustern von normalen Brustgewebezellen unterscheiden. Die Tumorprobe wird auf einer Skala von 1 bis 3 bewertet:

  • Grad 1 (gut differenziert) – Tumorzellen vom Grad 1 unterscheiden sich geringfügig von normalen Zellen und wachsen langsam und regelmäßig angeordnet.
  • Grad 2 (mäßig differenziert) – Tumorzellen vom Grad 2 sehen nicht wie normale Zellen aus; sie wachsen und teilen sich etwas schneller als normale Zellen.
  • Grad 3 (schlecht differenziert) – Tumorzellen vom Grad 3 unterscheiden sich sehr stark von normalen Zellen. Sie wachsen schnell in ungeordneter, unregelmäßiger Verteilung.

Das Brustkrebs-Staging ist eine Klassifizierungsmethode, die sich nach der Größe des Tumors richtet und berücksichtigt, ob und wie weit sich der Krebs vom ursprünglichen Krankheitsherd in der Brust ausgebreitet hat. In den meisten Fällen erfolgt das Staging nach der Entfernung des Tumors und Untersuchung der Lymphknoten.

Der Lymphknotenstatus gibt an, ob sich Brustkrebszellen vom ursprünglichen Krankheitsherd in die Lymphknoten ausgebreitet haben. Die Lymphknoten sind kleine, bohnenförmige Organe und gehören zum lymphatischen System, das ein Teil des körpereigenen Immunsystems ist. Wenn sich der Brustkrebs ausbreitet, befällt er normalerweise zuerst die Achsellymphknoten auf der Seite der betroffenen Brust.

  • Wenn der Lymphknotenstatus positiv ist, d. h. wenn die Lymphknoten Brustkrebszellen enthalten, besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit für ein Wiederauftreten der Erkrankung.
  • Wenn der Lymphknotenstatus negativ ist, d. h. wenn die Lymphknoten frei von Brustkrebszellen erscheinen, ist die Wahrscheinlichkeit für ein Wiederauftreten der Erkrankung geringer.

Das Stadium ist eine Kombination von Tumorgröße, Lymphknoten- und Metastasierungsstatus und wird als Zahl auf einer Skala von 0 bis IV angegeben – je höher das Stadium, desto schwerer die Krebserkrankung. Invasiver Brustkrebs im Frühstadium schließt Patientinnen der Stadien I und II sowie einige Patientinnen im Stadium III ein.

Hormonrezeptoren und HER2 Status

Hormone sind körpereigene chemische Substanzen, die das Wachstum von hormonempfindlichen Geweben (z. B. Brustgewebe) regulieren. In vielen Fällen von Brustkrebs können die Hormone Östrogen und Progesteron das Tumorwachstum anregen. Bei Brustkrebs erfolgt eine Untersuchung auf Hormonrezeptoren in der Routine.

Wenn Ihr Brustkrebs Östrogenrezeptor-positiv (ER+) oder Progesteronrezeptor-positiv (PR+) ist, kommen Sie wahrscheinlich für eine Antihormontherapie in Frage, welche die Aktivität Ihrer Hormone reduziert oder reguliert.

HER2 (humaner epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor 2) ist ein Protein, das das Wachstum und die Reparatur von Zellen kontrolliert. Krebszellen mit hoher Ausbildung von HER2 Rezeptoren neigen zu raschem Wachstum und sprechen gut auf eine Anti-HER2-Therapie an. Eine Frau, deren Tumor einen übermäßig hohen HER2 Rezeptorausbildung aufweist, gilt als HER 3+ oder auch HER2-positiv. Weisen die Tumorzellen einer Frau eine normale Ausbildung von HER2 Rezeptoren auf, so gilt sie als HER2-negativ.

Genomische Untersuchung mit dem Oncotype DX® Brustkrebstest – Entscheiden Sie über den Verlauf Ihrer Behandlung

Wenn bei Ihnen invasiver Brustkrebs im Frühstadium, der Hormonrezeptor-positiv und gleichzeitig HER2-Rezeptor negativ ist, oder DCIS diagnostiziert wurde, kommen Sie vielleicht für den Oncotype DX Brustkrebstest in Frage. Dies ist ein genomischer Brustkrebstest, der die Aktivität bestimmter Gene in Ihrem Tumor untersucht und personalisierte Informationen liefert, die bei keinem anderen Test oder Verfahren verfügbar sind.

  • Wenn Sie invasiven Brustkrebs im Frühstadium haben, ist der Oncotype DX Brustkrebstest der einzige genomische Test, der nachweislich die Wahrscheinlichkeit des Nutzens einer adjuvanten Chemotherapie voraussagt; außerdem wird bestimmt, wie wahrscheinlich es ist, dass ihre Brustkrebserkrankung zurückkehrt.
  • Wenn Sie ein DCIS haben, kann der Oncotype DX Brustkrebstest mithelfen, das Risiko für eine lokale Rückkehr Ihres Tumors zu bestimmen – ein wichtiger Faktor bei der Behandlungsentscheidung nach der Operation.

Zusammen mit den Daten aus Ihrem pathologischen Befund und anderen Faktoren können die Ergebnisse Ihres Oncotype DX Brustkrebstests Sie und Ihren Arzt bei der Wahl der bestmöglichen Behandlung unterstützen.